Männliche B1: Gänsehaut zum Jahresauftakt – Sieg im Thriller gegen den Tabellenführer

Nach knapp vierwöchiger Winterpause war es am Samstag endlich wieder soweit. Das neue Jahr startete direkt mit einer echten Standortbestimmung:
Im letzten Vorrundenspiel der Meisterrunde empfingen wir den bis dato ungeschlagenen Tabellenführer aus Nieder-Olm.

Ein Gegner, den wir bestens kannten. Bereits zweimal trafen wir im Pfalzgascup auf die Rheinhessen und beide Begegnungen konnten wir verdient für uns entscheiden. Trotzdem war allen bewusst: Meisterrunde, Ligaspiel, voller Fokus – Das würde ein ganz anderes Brett werden.

Auftakt nach Maß: Wir sind sofort da

Vom ersten Moment an zeigten wir, dass wir die Winterpause intensiv genutzt hatten. Der Ball lief sicher durch unsere Reihen, im Angriff spielten wir ruhig, geduldig und mit hoher Entscheidungsqualität. Defensiv waren wir wach, verschoben konzentriert und halfen uns gegenseitig aus. Dahinter war auf unsere Torhüter Verlass.

Nach zehn Minuten stand es also verdient 6:2 – Ein klares Zeichen!

Auszeit – Bruch im Spiel – Erste Bewährungsprobe:

Eine Auszeit der Gäste stoppte unseren Spielfluss. Wir verloren vorne an Zielstrebigkeit, spielten Angriffe nicht mehr konsequent aus und luden Nieder-Olm zu einfachen Toren ein. Die Rheinhessen nutzten diese Phase eiskalt und kamen Tor um Tor heran. Beim 7:6 (15. Minute) war unser Vorsprung nahezu aufgebraucht – Die erste Delle in unserem Spiel.

Doch wir reagierten reif. Statt hektisch zu werden, besannen wir uns auf unsere Stärken. Kurzes Schütteln, durchatmen und der Ball lief wieder flüssiger, unsere Entscheidungen wurden klarer.
Der verdiente Lohn: Eine 14:9-Führung nach 22 Minuten. Zwei unnötige Fehler kurz vor der Pause verhinderten einen noch deutlicheren Vorsprung, sodass wir mit einem 14:11 in die Kabine gingen – Insgesamt eine starke erste Hälfte.

Nieder-Olm dreht auf – Die zweite Delle:

Die zweite Halbzeit begann aus unserer Sicht alles andere als optimal. Nieder-Olm kam wacher, aggressiver und mit deutlich mehr Zugriff aus der Kabine. Vor allem die Rückraumschützen bekamen von uns zu viel Platz und nutzten diesen konsequent. Gleichzeitig schlichen sich bei uns Unsicherheiten im Angriff ein:
Ungenaue Pässe, überhastete Abschlüsse, fehlende Tiefe.

Beim 17:19 (33. Minute) schien das Spiel gekippt zu sein – Die zweite Delle des Abends.

Glaube, Geduld und Wille – Der Weg zurück:

Eine Auszeit brachte die nötige Ruhe. Durchatmen. Neu sortieren. Weiterarbeiten. Die Umstellungen griffen nicht sofort, zeigten aber zunehmend Wirkung. Wir kämpften uns Tor um Tor zurück, verkürzten, glichen aus, doch Nieder-Olm blieb lange in Führung.

Der Wendepunkt kam in der 44. Minute: Beim Stand von 26:25 gingen wir endlich wieder in Führung. Entscheidender Faktor war erneut unsere Abwehr, die Angriff um Angriff wacher und griffiger wurde. Wir zwangen den Gegner zu schwierigen Würfen und genau das gab auch unserem Angriff neues Selbstvertrauen. Mit mehr Tempo, Überzeugung und Tiefe spielten wir nun wieder nach vorne.

Schlussphase – Nerven aus Stahl:

Die letzten Minuten entwickelten sich zu einem echten Krimi. Wir legten vor, Nieder-Olm zog nach. Besonders bemerkenswert:
Selbst eine teils doppelte Unterzahl brachte uns nicht aus dem Konzept. Jeder übernahm Verantwortung, jeder war präsent. Wir trafen zum 27:26 und zum 28:27, getragen von der Halle und unserem unbedingten Willen.

90 Sekunden vor Schluss dann der nächste emotionale Höhepunkt:
In Unterzahl erzielten wir den viel umjubelten Treffer zum 29:28.

Nieder-Olm bekam noch einmal die Chance. Der vorletzte Wurf segelte über den Doppelblock am Tor vorbei.
Ballbesitz – Wir wollten den letzten Angriff herunterspielen, nahmen eine Auszeit, verloren jedoch den Ball und ermöglichen so den Rheinhessen noch einen letzten Wurf zwei Sekunden vor Schluss.

Absolute Stille in der Halle – Der Wurf – Die Parade! – Dann explodiert die Halle! – Gänsehaut – Wir gewinnen 29:28, verdient.

Fazit- Ein Statement zum Jahresauftakt:

Es war das Ergebnis von harter Trainingsarbeit, echtem Teamwork und der Bereitschaft, auch in schwierigen Phasen an sich zu glauben. Es war ein Spiel, das gezeigt hat, was möglich ist, wenn alle füreinander einstehen.

Ein perfekter Start ins Jahr 2026.
Ein Sieg mit Signalwirkung.
Ein weiterer Schritt auf unserem Weg.

Vielen Dank für eure Unterstützung!

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