Nach einer überaus erfolgreichen Qualirunde und einer langen Sommerpause startete die männliche C1 der HSG Dudenhofen-Schifferstadt mit viel Vorfreude und einem neu zusammengestellten Trainerteam in die Saison 2025/26 der Regionalliga Südwest. Der Kader bestand aus 13 Spielern des älteren und nur einem einzelnen des jungen Jahrgangs, zusammengesetzt aus Spielern der letztjährigen C2 und C1. Schon damit war klar: Diese Mannschaft bringt nicht nur Talent mit, sondern auch Entwicklungspotenzial. Unterstützt durch die beiden Spieler mit Doppelspielrecht, Max Schubert und Jonas Wessinger von den Vorderpfälzer Luchsen, war das Team personell gut aufgestellt.
Bereits in der Vorbereitung deutete vieles darauf hin, dass in dieser Saison einiges möglich sein würde. Die Jungs überzeugten bei Rasen- und Sandturnieren, zeigten auch beim Swim&Run mit der mB1 eine starke Leistung und arbeiteten trotz urlaubsbedingt oft kleiner Trainingsgruppen intensiv an Technik, Athletik und Spielverständnis. Mit der zusätzlichen Athletikeinheit von Walter Klein wurden wichtige Grundlagen geschaffen, um in der höchsten Spielklasse körperlich bestehen zu können.
Der ungewohnte Modus der neugegründeten Regionalliga Südwest verlangte den Teams von Beginn an alles ab. Zunächst mussten sich die Mannschaften in einer Vierergruppe mit Hin- und Rückspiel beweisen. Gegner der Panther waren der HC Koblenz, der TV Nieder-Olm und die JSG Saarbrücken West. Anschließend wurden alle vier Vorrundengruppen je nach Platzierung neu eingeteilt: Die Erst- und Zweitplatzierten spielten in der Meisterrunde der besten acht Teams weiter, die übrigen Mannschaften in einer zweiten Achtergruppe.
Die HSG erwischte einen soliden Start und holte 3:1 Punkte aus den ersten beiden Spielen. Doch dann folgte in Saarbrücken der erste herbe Rückschlag der Saison: Eine Niederlage mit 14 Toren Unterschied zeigte der Mannschaft deutlich die Härte und Qualität dieser Liga auf. Spätestens nach der Heimniederlage gegen Nieder-Olm war klar, dass im Rückspiel gegen Saarbrücken ein Sieg her musste, um die Tür zur Meisterrunde offen zu halten.
Und genau hier setzte die Mannschaft eines ihrer ersten großen Ausrufezeichen. Gegen den bis dahin gefürchteten Gegner aus dem Saarland gelang zuhause ein viel umjubelter Vier-Tore-Sieg. Dieser Erfolg bedeutete nicht nur Revanche für die deutliche Hinspielniederlage, sondern auch den Einzug als Tabellenführer der Vorrunde in die Meisterrunde der besten acht Teams. Gerade in diesem Moment wurde deutlich, wie schnell und wie gut sich die Jungs im Verlauf der Hinrunde entwickelt hatten.
Auch darüber hinaus setzte die Mannschaft weitere starke Akzente. Zwar musste man in der Meisterrunde gegen Topteams wie das HLZ sowie Mundenheim/Rheingönheim teils unnötig deutliche Niederlagen hinnehmen, doch parallel dazu zeigte das Team im Pfalzgas-Cup erneut seine Qualität. Bereits die souveräne Qualifikation für das Final 4 war ein Erfolg. Im Zwischenrundenturnier gewann die HSG die entscheidenden Spiele und musste sich nur dem Ligakonkurrenten Bodenheim/Budenheim klar geschlagen geben – in einer Partie, in der beide Halbfinalplätze bereits vergeben waren.
Die nächsten echte Highlight folgte dann kurz vor Weihnachten. Im Halbfinale des Pfalzgas-Cups wartete mit Mundenheim/Rheingönheim ein schwerer Gegner. Doch die Panther kamen bestens vorbereitet und mit einem klaren Matchplan ins Spiel. Vor allem Julius Habermehl im Tor erwischte einen starken Tag und nahm dem Gegner viele freie Würfe weg. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung zog die HSG ins Finale ein – ein Ergebnis, mit dem wohl nur die wenigsten Zuschauer gerechnet hatten. Auch dort verkaufte sich das Team hervorragend und sicherte der HSG am Ende einen starken zweiten Platz. Im letzten Spiel des Jahres beim späteren Meister aus Budenheim spielten die Panther 40 Minuten auf Augenhöhe, bevor sie sich mit nur 5 Toren Rückstand geschlagen geben mussten.
Über die gesamte Saison hinweg war eine deutliche Entwicklung zu erkennen – sowohl bei vielen Einzelspielern als auch im Zusammenspiel als Mannschaft. Die Jungs übernahmen mehr Verantwortung, machten spielerisch Fortschritte und lernten, auch in schwierigen Phasen zusammenzustehen. Gleichzeitig zeigte die Saison auch, wo noch Luft nach oben ist: Ein wenig mehr Konstanz, mehr Selbstsicherheit und eine ausgeglichenere Mannschaftsleistung hätten sicher noch zu einem besseren Tabellenplatz führen können. Dies zeigte auch das letzte Saisonspiel gegen die Meister aus Budenheim. Julius, der sich wenige Wochen zuvor eine Verletzung im Oberschenkel zuzog, fehlte sichtlich als Teil des Abwehrverbunds und musste mehr als ein Mal vertreten werden (großes Lob an Joel und Jonas für euren Einsatz!) Trotz zweitem Spiel an einem Wochenende und sichtlich erschöpft von der Saison konnte die Mannschaft die erste Halbzeit ausgeglichen gestalten, musste am Ende dann aber doch eine deutliche Niederlage einstecken. Das eigentlich letzte Spiel in Vallendar musste dann leider wegen zahlreicher Ausfälle abgesagt werden (dennoch Glückwünsche zum zweiten Tabellenplatz nach Vallendar!).
Unterm Strich gibt es mit Platz 5 unter 16 Mannschaften keinen Grund, sich zu verstecken.
Viel erreicht, noch mehr Potenzial. Die Spieler des Jahrgangs 2011 haben in dieser Spielzeit sichtbar gelernt, sind gewachsen und haben Verantwortung übernommen. In der kommenden Saison können sie wieder in eine etwas leichtere Rolle schlüpfen – die starken Jungs des 2010er Jahrgangs an ihrer Seite wissend.
